Turmac Bleu

Turmac Bleu. Schweizer Zigarette mit klassischer orientalischer Tabakmischung. Der Name Turmac steht für «Türkisch-Mazedonische Tabakgesellschaft». Gegründet 1920 von Robert Burrus. Die Fabrik befand sich ab 1934 an der Friesstrasse 32-34 in Zürch. Format: oval. Teer: 28mg. Nikotin: 1.8mg. Preis: CHF 2.70.

Das Päckchen ist noch mit der Cellophanhülle versehen. Zu einem späteren Zeitpunkt werde ich es öffnen und eine Zigarette geniessen.

Turmac bleu

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Brunette

Brunette. 

Die Vereinigten Tabakfabriken wurden 1925 als Zusammenschluss mehrerer Familienbetriebe in Solothurn gegründet. Die Hauptbetriebe waren F. Schürch & Cie. (Solothurn) und E. Schönholzer & Cie. (Steffisburg). Die  Lancierung der Marke Brunette erfolgte 1928. 1942 wurde die Fabrikation aus steuerlichen Gründen nach Neuenburg verlegt. Ab 1957 wurde die Lizenzproduktion der Marke Marlboro übernommen. 1963 kaufte Philip Morris Inc. die Vereinigten Tabakfabriken.

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Laurens Orient

Laurens Orient. Neben Turmac die typische Vertreterin orientalischer Zigaretten in der Schweiz. Der Tabak für die Herstellung wurde importiert. Format: oval. Länge: 75mm. Durchmesser: 10mm. Teer: 26mg. Nikotin: 1.3mg. Der Franzose Ed Laurant gründete 1887 seine erste Manufaktur in Alexandria, Ägypten. Die Niederlassung in Genf wurde 1913 gegründet. Preis: CHF 2.90.

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JOB Bleu Nacré

JOB bleu nacré. Länge: 80mm. Durchmesser 8mm. Teer: 21mg. Nikotin: 1,5mg. Speziell ist das pergamentartige (nacré) Mundstück, daran bleiben die Lippen garantiert nicht kleben. Leider sieht die Packung aus wie wenn ich sie eben aus der Hosentasche gezogen hätte – eine echte „Arbeiterzigarette“. Entsprechend stark und „trocken“ ist auch ihr Geschmack. Erstaunlich gut erhalten sind dafür die Zigaretten! Hergestellt unter Lizenz: Ed Laurens S.A. Genève. Preis: CHF 2.30. Heute ist JOB für Zigarettenpapier bekannt, zurückzuführen auf die aus dem Jahre 1838 stammende Geschäftsidee des Gründers Jean Bardou.

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Wie schmeckt eine Zigarette, die schon lange nicht mehr hergestellt wird? Kann man sie „wiederbeleben“ und geniessen?

Der TestWarten im Humidor auf ihre Wiedergeburt: v.l.n.r. Andron, Rameses II, Simon Arzt No. 70L.

Als passionierter Geniesser habe ich schon in jungen Jahren angefangen zum Teil exotische Zigaretten zu sammeln. Sammeln ist vielleicht nicht das richtige Wort, ich habe vielmehr immer wieder eine Schachtel in eine Blechdose getan. Und jetzt stehe ich vor einem kleinen, raren Sortiment, welches dem heutigen Geschmacksdiktat, aber natürlich auch gesundheitlichen Aspekt geopfert wurde. Denn Hand aufs Herz, 26mg Teer sind nicht ohne, das verleiht zwar viel Geschmack, ist aber nicht wirklich gesund. Da ich schon lange ein Genusspaffer bin (Zigarren sei Dank), habe ich mich beim Rauchen ganz auf das olfaktorische Momentum verlegt. Mit dem Resultat: Ich bin ein überzeugter Multikultiraucher.

So ist die Idee zu diesem Blog entstanden, nicht nur leere Schachteln ins Web stellen, sonder auch deren Inhalt zeigen. Und wenn es irgendwo noch „Überlebende“ gibt, versuche ich sie zu retten und schaue ob man sie noch geniessen kann! Wenn das beim Wein geht, warum nicht bei Zigaretten.

Genüsslich, S.Moker