Wie schmeckt eine Zigarette, die schon lange nicht mehr hergestellt wird? Kann man sie «wiederbeleben» und geniessen?

Der TestWarten in meinem Humidor auf ihre Wiedergeburt: v.l.n.r. Andron, Rameses II, Simon Arzt No. 70L.

Als passionierter Geniesser habe ich schon in jungen Jahren angefangen zum Teil exotische Zigaretten zu sammeln. Sammeln ist vielleicht nicht das richtige Wort, ich habe vielmehr immer wieder eine Schachtel in eine Blechdose getan. Und jetzt stehe ich vor einem kleinen, raren Sortiment, welches dem heutigen Geschmacksdiktat, aber natürlich auch gesundheitlichen Aspekt geopfert wurde. Denn Hand aufs Herz, 26mg Teer sind nicht ohne, das verleiht zwar viel Geschmack, ist aber selbstverständlich nicht gesund. Da ich aber schon lange ein Genusspaffer bin (Zigarren sei Dank), habe ich mich beim Rauchen ganz auf das olfaktorische Momentum verlegt. Mit dem Resultat: Ich bin ein überzeugter Multikultiraucher.

So ist die Idee zu diesem Blog entstanden, ich will nicht nur leere Schachteln ins Web stellen, sondern auch deren Inhalt zeigen. Und wenn es irgendwo noch«Überlebende» gibt, versuche ich sie zu retten und schaue ob man sie noch geniessen kann. Meine Erkenntnis: auch wenn sich über die Jahre manche Inhaltsstoffe etwas verflüchtigen, der Grundcharakter der Zigarette bleibt erhalten. 

Genüsslich, S. Moker